Sehenswürdigkeiten in Gävle

Die Altstadt Gävles (Gamla Gefle)
Die Altstadt Gävles, einer Stadt die man früher Gefle schrieb, ist eine Ansammlung von kleineren Holzhäusern und alten Kopfsteinpflasterstraßen, die einem der größten Stadtbrände Schwedens im Jahr 1869 entkommen sind. Heute leben in diesen Gebäuden insbesondere die Künstler und Kunsthandwerker der Stadt. Die Altstadt ist nur einen kurzen Fußmarsch vom Zentrum Gävles entfernt und heute die bedeutendste Sehenswürdigkeit der Stadt, da man hier geradezu in das Mittelalter Schwedens eintauchen kann. Das bekannteste Haus der Altstadt ist jenes in dem Joe Hill seine Kindheit verbrachte, eine Person die insbesondere in den USA bekannt wurde.
 
Das Eisenbahnmuseum (Järnvägsmuseet) in Gävle
Die Idee zu einem Eisenbahnmuseum geht in Schweden auf die Baltische Ausstellung des Jahres 1914 in Malmö zurück, wo die ältesten Teile der heutigen Sammlung ausgestellt wurden, um dann jedoch nach Stockholm zu kommen, wo 1915 dann im Zentralbahnhof das ursprüngliche Museum begonnen wurde. Erst 1970 kam dann das Nationale Eisenbahnmuseum nach Gävle, wo es weiterhin ausgebaut wurde und heute die gesamte Geschichte der schwedischen Eisenbahn präsentiert wird. Beim Besuch des Museums erfährt man alles über die Gütertransporte, die technische Entwicklung, den Einfluss der Eisenbahn auf die Gesellschaft und vieles mehr.

Die Altstadt in Gävle
Foto: Herbert Kårlin

Das Regionalmuseum (Länsmuseet) in Gävle
Wer mehr über Gävle und die Regionen Gästrikland und Hälsingland erfahren will, sollte auf jeden Fall das Regionalmuseum in Gävle besuchen, ein Museum das die Geschichte dieses Gebietes an Hand von zahlreichen Ausstellungen vom 17. Jahrhundert bis heute darstellt, unabhängig davon ob es sich um die Industrialisierung, das Leben in einem anderen Jahrhundert oder die Kunst dieses Zeitraums handelt. Besonders herausragend ist die größte, private Textilsammlung Schwedens die man in diesem Museum entdecken kann, denn diese dokumentiert auf anschauliche Weise Textildesign, das Handwerk, Textilien als solches und berichtet vom Kunsthandwerk des Großraums um Gävle.
 
Das Konzerthaus (Konserthus) in Gävle
Als im Jahr 1912 das Symphonieorchester in Gävle gegründet wurde, musste das Orchester im Theater üben und spielen, obwohl die Akustik zwar für Opern noch akzeptable war, nicht jedoch für ein Symphonieorchester. Erst ab 1978 wurde dann von der Stadt nach alternativen übungslokalen gesucht, die kaum besser waren als das Theater. Erst im Jahr 1996 hatte Gävle dann das Geld um das ehemalige Schwimmbad in ein Konzerthaus zu verwandeln, das dann zwei Jahre später eingeweiht wurde. Das Konzerthaus als solches kann mit keinem anderen Gebäude der Stadt verwechselt werden, da die Fassade über ein hellblaues Mosaik verfügt und das Kupferdach die Sonne spiegelt.
 
Das Schloss in Gävle (Gävle Slott)
Beim Schloss in Gävle handelt es sich um das nördlichste Vasaschloss Schwedens, das seine Ahnen im 16. Jahrhundert hat, sein heutiges Aussehen jedoch erst im 18. Jahrhundert erhielt. Das Schloss, in dem auch zwei Geister existieren, ist der Wohnsitz des Regierungspräsidenten und kann daher nicht besucht werden. Vom ursprünglichen Vasaschloss ist heute kaum noch etwas erhalten, da große Teile dieses Schlosses, inklusive der zentralen Schlosskirche, 1727 abbrannten und daher vom Architekten Nicodemus Tessin dem Jüngeren im damaligen französischen Stil wieder aufgebaut wurde, und zwar auf den noch erhaltenen Grundmauern des alten Schlosses.